Michiel de Ruyter

Michiel de Ruyter wird 1607 ganz in der Nähe des heutigen muZEEums geboren und macht im Dienst des einflussreichen Reeders Cornelis Lampsins Karriere. Lampsins lässt im Jahr 1641 das Lampsinshuis errichten, in dem heutzutage ein Teil des muZEEums untergebracht ist. Da Michiel de Ruyter hier ein und ausging, verfügt das muZEEum über eine besonders umfangreiche De Ruyter-Kollektion. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über das Leben des seeländischen Seehelden bieten.

Michiel de Ruyter

1607 in Vlissingen geboren
1676 in der Bucht von Syrakus (Sizilien, Italien) an Wundfieber gestorben, an dem er nach der Verletzung durch eine französische Kanonenkugel in der Schlacht bei Agosta erkrankte.

Anna van Gelder

Privatleben und Arbeit

1631 heiratet Michiel de Ruyter seine erste Frau Mayke Velders, die noch im selben Jahr nach der Geburt ihres Kindes stirbt. 1636 heiratet de Ruyter zum zweiten Mal. Aus der Ehe mit Neeltje Engels geht der gemeinsame Sohn Engel de Ruyter hervor, der später ein wichtiger Mann für die niederländische Flotte werden soll. 1652 nimmt de Ruyter Anna van Gelder zur Frau.

Von 1633 bis 1635 ist Michiel de Ruyter Steuermann auf dem Walfischfänger „Groene Leeuw“ und 1636 wird er Kapitän auf dem Kaperschiff „Graeuwen Heynst“. Anschließend arbeitet er im Auftrag der Familie Lampsins in der Handelsschifffahrt. Nachdem er von 1641 bis 1642 unter dem Kommando von Admiral Gijssels gefahren ist, wird er Konteradmiral auf dem Handelsschiff „De Haze“, das später zum Kriegsschiff umfunktioniert wird.

Im Jahr 1644 erwirbt Michiel Adriaenszoon de Ruyter ein eigenes Schiff, das er auf den Namen „Salamander“ tauft. Seitdem fährt er als selbstständiger Kapitän und Kaufmann vor allem in die Gebiete von Westindien und Nordafrika. 1650 stirbt seine zweite Frau Neeltje Engels und de Ruyter beschließt, nicht mehr zur See zu fahren.

Chatham Schellinks Detail

Seeslachten

1652 bricht der erste Englisch-Niederländische Krieg (1652-1654) aus. Die Admiralität von Seeland fordert de Ruyter auf, sich der Kriegsflotte als Kapitän und stellvertretender Kommandant anzuschließen. Widerwillig stimmt er zu und beginnt seine zweite Karriere zur See. Seitdem spielt de Ruyter bei zahlreichen Seeschlachten eine bedeutende Rolle und wird für seine Leistungen mit dem Titel des stellvertretenden Admirals der holländischen Flotte belohnt.

Nach dem Umzug seiner Familie nach Amsterdam 1655 führt Michiel de Ruyter in mehreren Schlachten den Befehl: im Mittelmeer gegen die Barbaresken-Piraten, in der Ostsee gegen die Schweden, bei Portugal gegen die Portugiesen, die den Holländern in Brasilien Land abgetrotzt hatten, und bei den Karibischen Inseln, Neufundland und Westafrika gegen englische Kaperfahrer und Nordafrikanische Seeräuber.

Am 14. März 1665 erklärt der englische König der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen erneut den Krieg. Dieser zweite Englisch-Niederländische Krieg dauert von 1665 bis 1667. Michiel de Ruyter wird zum Admiralleutnant von Holland und Westfriesland sowie zum Oberbefehlshaber der staatlichen Flotte ernannt und fährt auf dem neuen Flaggschiff, „De Zeven Provinciën“. De Ruyter gewinnt dank seiner fundierten strategischen Kenntnisse und seiner umfassenden Erfahrungen zahlreiche Seeschlachten gegen die Engländer. Eines seiner berühmtesten Manöver in diesem Krieg ist der Marsch nach Chatham im Jahr 1667.

1672 bricht ein weiterer Krieg aus, dieses Mal gegen England und Frankreich. Um seine Bedeutung zu unterstreichen, wird de Ruyter 1673 von Prinz Wilhelm III mit dem höchsten Rang der Armee ausgezeichnet und zum Leutnant-Admiral-General von Holland und Westfriesland ernannt.

1674 bereitet der Frieden von Westminster dem Krieg gegen England ein Ende. Die Schlachten gegen Frankreich dauern jedoch an und 1676 erleidet de Ruyter eine tödliche Verletzung.

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